Wozu brauchte es dieses Projekt?

In der Entstehungszeit des Projektes (2005) gab es noch kaum Ganztagsschulen in Hamburg. Daher ist auf unserer Webseite seit dem Relaunch dieser Text gültig gewesen bis 2013:

Warum Kinder in sozialen Brennpunkten Unterstützung brauchen, liegt auf der Hand: Ihr Gedeihen  ist entscheidend für die Zukunft.  Unser Ansatz möchte allen Kindern in unserem Einflußbereich den bestmöglichen Anschub mit auf den Weg geben:

Sei es, einen vernünftigen Schulabschluss zu erlangen, sich schon früh gesund zu halten, ob durch Sport oder gute Ernährung, sich an kulturellen Errungenschaften beteiligen zu können und sie helfen zu bewahren, die eigenen Talente und Neugierde zu entdecken auf die vielen Dinge, die es wert sind zu können und zu wissen. Darüber hinaus haben wir auch die sozialen Kompetenzen im Auge und nehmen unseren Erziehungsauftrag ernst.

Vor einigen Jahren las sich das in unserer Darstellung bei der BürgerStiftung so:

Die Chancen von Kindern und Jugendlichen, ihre Fähigkeiten zu entwickeln, in der Schule voranzukommen und einen Ausbildungsplatz zu finden, sind in Hamburg sehr ungleich verteilt. Die Horner Geest ist einer der Stadtteile, in denen diese Chancen bisher eher dünn gesät sind. Die erreichten Noten und die Schulabschlüsse liegen unter dem Hamburger Durchschnitt – das letzte Gymnasium in der Umgebung wurde vor Kurzem geschlossen. Doch klar ist: diese Kinder haben nicht weniger „auf dem Kasten“ – viele kommen aus benachteiligten Familien, sie erhalten wenig Förderung und haben dadurch nicht so privilegierte Startbedingungen.

Deshalb werden diese jungen Menschen jetzt durch ein Beteiligungsprojekt unterstützt , in dem Schulen mit der Jugend- und Stadtteilarbeit Hand in Hand arbeiten: HoG´smittkids, das heißt Horner Geest’s [Nach-]mittagskinder. Das erklärte Ziel: den Kindern und Jugendlichen die Chance geben zu erleben, was wirklich in ihnen steckt! Langfristig sollen so die Schulnoten und Abschlüsse verbessert werden.

„HoG“ steht für die Horner Geest, aber es bedeutet auch  "Großes Schwein“ - und das können diese Kinder brauchen! (daher kommt übrigens auch das wilde Schweinchen neben unserem Namenszug!) Ansonsten ist der Name „HoG´smittkids“ dem Zaubererdorf aus einem beliebten Jugendbuch nachempfunden. Aber um Zauberei geht es in diesem Projekt nicht: Auch dieses große Vorhaben startet mit kleinen Schritten. Kern des Projekts ist ein Angebot zur Hausaufgabenhilfe dort, wo es am Nachmittag keine Ganztagsschule gibt. Die Erfahrung zeigte bald, dass viele der Teilnehmenden zu Hause mittags keine warme Mahlzeit bekommen. Schnell wurde ein Mittagessenangebot organisiert, denn mit etwas im Magen klappt es auch mit der Konzentration besser.

Weitere Angebote - möglichst von den Jugendlichen selbst entwickelt -wollen im Stadtteil für attraktive und sinnvolle Freizeitbeschäftigung sorgen: vom Rappen über Brettspiel-Nachmittage bis zum Sport. Kreativität, Selbstbewusstsein, die Freude am Zusammenspiel, an Sprache oder Rhythmus – aber auch an Demokratie -  werden gefördert. Regelmäßige größere Veranstaltungen können das Gefühl der Gemeinsamkeit über die Schule hinaus im Stadtteil stärken und noch mehr Mitstreiter für das Projekt gewinnen.

Dazu stehen wir auch heute noch!
(Abgesehen davon, dass der Name HoGsmittkids nicht dem Zaubererdorf 'nachempfunden' wurde, sondern die zufällige Ähnlichkeit völlig absichtslos entstand und erst dann zur Wortspielerei damit führte)

Alle Eltern, die sich durch Worte über diesen Stadtteil falsch dargestellt fühlen, bitten wir hiermit ausdrücklich um Nachsicht. Dort, wo alles 'bestens' ist, bestünde kein Anlass zur Förderung mit Stiftungsgeldern und ähnlichen Sondermitteln. Darum müssen wir das ganze Spektrum im Blick behalten, auch wenn Sie sich davon nicht persönlich angesprochen fühlen brauchen. Seien Sie sich aber gewiß, dass Sie und Ihre Kinder bei uns gleichermaßen willkommen sind!