Die Wurzeln - Basis unseres Arbeitens...

Es gibt zwei Wurzeln bei der Entstehung des Projektes:

1. Die Bemühungen des JuZ Horner Geest e.V. im Jahre 2005 um die Einrichtung von Hausaufgabenhilfe. Die ersten Verhandlungen mit der Schule Steinadlerweg und dem Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ) Dringsheide sind eng verbunden mit  finanziellen Akquisen durch Mehmet Karakurt, Vorsitzender des türkischen Elternbund Hamburg Ost e.V., um die Koordination für das Vorhaben zu ermöglichen. In Kooperation mit B & B (dem Träger "Beschäftigung und Bildung") wurde die "Hausaufgabenhilfe Horner Geest" ins Leben gerufen, bei der arbeitslose Akademiker ihr Wissen den Kindern zugute kommen lassen sollten. In Anbetracht künftiger Ganztagsschulen und damit auch sinkender Klientel für Jugendarbeit erschien eine möglichst frühe Kooperation zudem sinnvoll, um neben schulischen Angeboten auch wertvolle freizeit-pädagogische Alternativen bereitzustellen.
2. Das Hinzustoßen von Ilse Grant schon in der Anfangszeit im Herbst 2005, die nach kurzer Zeit die Koordination übernahm und das Hausaufgabenhilfeprojekt mithilfe ihrer methodischen Kenntnisse und der Finanzierung durch die BürgerStiftung Hamburg entscheidend zum Projekt HoGsmittkids weiterentwickelte.

Mehr zur historischen Entstehungsgeschichte und Meilensteinen bis zum dritten Jahr können Sie in der Präsentation des Projektes (ACHTUNG: 52MB download!) nachlesen. Das Ursprungskonzept von Frau Grant wurde im Sinne einer Gemeinsinn-Werkstatt strukturiert und mit dem überaus erfolgreichen Aktionstag 2009 abgeschlossen bzw. zu einem Neubeginn unter anderen Vorzeichen überführt.

Das WIE indessen hat seine eigene Geschichte:
Angefangen hat es mit der 1.Diplomarbeit von Ilse Grant 'Zur Bedeutung kollektiver Lernprozesse' bei Frigga Haug. Dabei wurde Max Miller's "Soziale Lerntheorie" und "Community Building", eine Methode zur besseren Wahrnehmung des Bildens von Gemeinschaft mit sich und anderen mit eher ruhebetonenden Ansätzen ins Verhältnis gesetzt. Dabei baut sie auf ihre Erfahrungen als Community Building facilitatorin und fast 30 Jahre Meditationspraxis. Eine 2.Diplomarbeit mit internetgestütztem "Ethik-Training" sollte folgen, bei dem der Fokus darauf lag, wie man "Von persönlichen Werten zu ethisch reflektiertem Verhalten" kommt. Empirische Forschung auf der Basis von 'grounded theory' legte das Fundament für die Verknüpfungsvielfalt von Theorie und Praxis. Einen entscheidenden Wendepunkt beim 'Problemlösen' brachte das Bekanntwerden mit Appreciative Inquiry, einer konstruktivistischen Methode aus dem Action Research, bei der der Pygmalioneffekt eine besondere Stellung einnimmt: Dabei wird die Bedeutung von Wertschätzung hervorgehoben, dem Herausfinden und Weiterentwickeln des jeweils Besten, das bereits da ist. Beteiligung und Teilhabe, die Bedeutung von Gemeinsinn und Verfahren, solche Partizipationsansätze zu fördern und zu begleiten (siehe unter Gemeinsinn-Werkstatt) waren der nächste Schritt.

All das sind die Zutaten im Konzept von HoGsmittkids, die die Leidenschaft für die Thematik am Köcheln halten - verbunden mit der Bereitschaft zum Netzwerken, Kommunikationsfreude und dem aufrichtigen Interesse an einem friedlichen Miteinander der Menschheit und in letzter Konsequenz auch der Schöpfung. Nicht wenig!

Mit einem Papier zur Haltung, die wir uns von unseren MitarbeiterInnen wünschen, wollen wir sicherstellen, dass sich hinter den vordergründig ganz normalen Angeboten auch noch etwas mehr verbirgt als hemdsärmeliger Aktionismus oder Jobs - ob 'Aktiv-', honoriert oder ehrenamtlich.
Zumindest in Theorie ist der Wille vorhanden, darauf Einfluss zu nehmen. In der Praxis dominiert die Prozesshaftigkeit solcher Vorhaben und bestätigt sich, dass das jeweils Beste, das bereits vorhanden ist, viel Pflege und Ermutigung braucht, in Erscheinung zu treten und sich fortzuentwickeln - immer den Willen der betreffenden Personen vorausgesetzt, sich darauf bewußt einzulassen. Die Wahrnehmung und Präsenz zu schulen ist und bleibt eine andauernde Herausforderung.