Categories: Aktuelles
      Date: Apr  9, 2013
     Title: Die gute alte Nachhilfe...

... wurde inzwischen (wieder) zur 'Kernkompetenz' bei den HoGsmittkids.
Warum das so ist...

 



Die gute alte Nachhilfe, durch die Eltern, die es sich leisten konnten oder wollten, ihrem Nachwuchs mit den schulischen Leistungen auf die Sprünge halfen, ist inzwischen jeder Bevölkerungsschicht zugänglich geworden.
Dem Bildungspaket sei Dank!

Bislang haben wir ja meist nur über unsere schillernden 'Orchideenprojekte' berichtet.  Eigenständig geblieben davon ist derzeit nur noch der klassische Ballettunterricht an der Schule Stengelestraße, seitdem ab dem Schuljahr 2012-13 die Soziale Stadt-Förderung ausgelaufen ist und die Schulen zunehmend zu Ganztagsschulen umgerüstet werden, die sich ihre Angebote von verschiedensten Trägern ausrichten lassen.

Allerdings werden wir damit nicht den vielen fleißigen Bienen gerecht, die sich bei uns seit geraumer Zeit um die klassische Bildung der Kinder kümmern. Genauer gesagt: um das Aufholen in den Fächern Mathe, Deutsch und Englisch, um wieder den Anschluss in der Klasse zu bekommen - und damit verbesserte Aussichten auf einen vernünftigen Schulabschluss. Unsere Dozentinnen und Dozenten vermitteln im Rahmen des FSW-BuT-Förderprogrammes derzeit über 100 Schülerinnen und Schülern im Steinadlerweg die Grundlagen in diesen Fächern von den 2. bis zu den 6.Klassen. Wöchentlich gibt es von Montag bis Donnerstag 36 verschiedene Kurse zwischen 14 und 16 Uhr. (zum Vergrößern des Stundenplanes einfach darauf klicken)

FsW (Fördern statt Wiederholen) und BuT (Bildung und Teilhabe) heißt die von den Schulen in Hamburg 'verordnete' Förderung für sowohl versetzungsgefährdete Kinder (FsW) wie auch die 'empfohlene & genehmigte' Förderung von Kindern, deren Eltern durch ihre prekäre Situation dazu berechtigt sind, sich für das Lernen ihres Kindes Unterstützung zu holen - auch wenn noch keine Versetzungsgefahr besteht (BuT). So manche nutzen dies als Sürungbrett in weiterführende Schulen.

In Kleingruppen mit bis zu vier Kindern des gleichen Jahrganges findet je Kurs 1x die Woche 90 Minuten lang das statt, worauf diese Kinder in der Schule liebend gern verzichten würden oder was sie dort am meisten hassen: das Lesen, das Schreiben, die fremde Sprache, das Vokabeln lernen, die vier Grundrechenarten, Brüche, Algebra, Textaufgaben und Geometrie, etc etc.
Keine leichte Aufgabe, aber eine, die sich lohnt.
Dabei ist es natürlich die Kunst, den Kindern die Angst vor dem Versagen im jeweiligen Fach zu nehmen. Kleine Erfolgserlebnisse zu vermitteln, manchmal wörtlich genommen: zu be g r e i f e n, dass 8x8 (das Multiplizieren) viel schneller geht, als die Zahlen 8+8+8+8+8+8+8+8 einzeln zusammenzuzählen, einen Text richtig zu verstehen und Fragen dazu beantworten können, einem einfachen Gespräch in einer Fremdsprache folgen und es übersetzen zu können und sogar auch zu wissen, wie man das schreibt und letztlich - plötzlich in der Klasse wieder aktiver mitzuarbeiten, zu verstehen, wovon gerade die Rede ist. Darum geht es. Wieder dabei zu sein und zugespielte Bälle parieren zu können. Aber auch das Einlassen auf das logische/sachbezogene Denken überhaupt, auf konzentriertes Arbeiten, zu lernen w i e man lernt, übt und aufmerksam zuhört, mitmacht. Um diese Tageszeit ist das besonders schwer. Das ist unser aller Herausforderung.

Kinder mit Förderberechtigung indessen werden individuell gefördert als seien sie in einem Leistungskurs.

An dieser Stelle unser ausdrücklicher Dank an alle Mitarbeitenden im FsW-BuT-Förderunterricht - ihr seid eine tolle Truppe (die Anzahl und Namen können Sie unter diesem link sehen unter dem Stichtwort 'Nachhilfe').

Ähnlich 'unscheinbar' aber nicht minder wichtig sind unsere Mitarbeitenden in der Hausaufgabenhilfe. Nachweislich haben diejenigen Kinder, die regelmäßig ihre Hausarbeiten machen, keinen Bedarf für Nachhilfe. Vielmehr setzen sie ihre schulische Laufbahn oft in weiterführenden Schulen fort. Dieser präventive Ansatz ist äußerst effektiv und wird regelmäßig unterschätzt.

Aber dabei muss auch der Personalschlüssel stimmen. Diesbezüglich waren wir durch die jahrelange Unterstützung der BürgerStiftung, des Stadtteilbeirates, die Hilfe von Ehrenamtlichen und weiterer Förderer wie auch der Schule selbst und durch kleine Beiträge der Teilnehmenden in der glücklichen Lage, auf die Bedürfnisse und Besonderheiten der einzelnen Kinder einzugehen. Welches Privileg unsere gute Besetzung all die Jahre war, wird nun deutlich, wo z.B. bei Ganztagsschulen in sozialen Brennpunkten auf 19 Kinder eine bezahlte Betreuungsperson kommt. Anderswo sind es 24:1.

Darum sowohl Lob an weitsichtige Eltern wie auch motivierte Lehrer, diesen Empfehlungen und gebotenen Chancen in den vergangenen Jahren nachgegangen zu sein! Aber auch der Schule, die für die Kinder im Schuljahr 2012-13 den kostenlosen Zugang zur Hausaufgabenhilfe ermöglicht hat.

Besonderen Dank auch noch an Lehrer Joachim Linke, der zusammen mit Frau Grant den HoGs-Förderunterricht koordiniert und schon so manchen Stein aus dem Weg geräumt hat. Wie auch den emsigen JuZ-Mitarbeitern, die für die vielen Mitarbeitenden allmonatlich die Abrechnungen erledigen, so dass die Mühe auch honoriert wird.

Frau Grant ist inzwischen im Buergertreff Horner Geest in der Dannerallee 5 - gleich neben dem Spielhaus Dannerallee und der HoGs Villa Blau -  an Vormittagen (Mo-Do 10-13 Uhr) anzutreffen, Mittwochs auch bis 16 Uhr erreichbar unter 040 6534 815.

Nach wie vor gilt zudem: Immer gebraucht und willkommen bei sowohl HoGs, Villa Blau und im Bürgertreff Dannerallee sind EHRENAMTLICHE!

Erzählen Sie es gerne weiter!